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Die folgende Chronik der FF Markstetten basiert auf den, leider nur mehr lückenhaft vorhandenen Aufzeichnungen der früheren Ehrenamtsträger der FF Markstetten sowie einer, vom damaligen Schriftführer Hans Möstl 1974 erstellten Chronik, die noch auf Aussagen von Herrn Josef Söllner sen., langjähriger Schriftführer und Miglied aus der Gründerzeit der FF Markstetten, zurückgreifen konnte. Der erste Kommandant der Feuerwehr Markstetten war demnach Herr Michael Maier aus Kleinmittersdorf, genannt "Stoffelmichl".
1911 hatte die FF Markstetten 32 Miglieder. Diese verrichteten ihren Dienst mit ihrer ersten Feuerspritze, einer Druckspritze, die beim Einsatz mit Hilfe von Eimern und Schöpfern mit Wasser gefüllt werden musste. Da man damals noch kein Feuerwehrhaus hatte, wurde diese Spritze im Anwesen "Schachtner" in einem Schuppen untergebracht. Eine lange Feuerwehrleiter war hinter der Scheune des Nachbaranwesens "Pfeifer" stets griffbereit.
1924 ist mit Johann Albrecht erstmals ein Kommandant in den Büchern der FF Markstetten verzeichnet.
1927 fand die älteste dokumentierte Vorstandschaftswahl der FF Markstetten statt. Während der Hitlerzeit herrschte eine strenge Organisation. So wurden z.B. Pflichtübungen vorgeschrieben, die vom damaligen Kreisbrandinspektor Mirwald ständig kontrolliert wurden. Mit nebenstehenden Dokument aus dem Jahre 1936 wurde die FF Markstetten dem Ortspolizeiverwalter unterstellt, besiegelt mit der Unterschrift von Kommandant Anton Söllner, der im Dokument bezeichend für die Zeit "Führer" genannt wird.
1943 mussten alle noch verfügbaren aktiven Feuerwehrmänner der FF Markstetten einen Erlass des Reichsführers - SS Heinrich Himmler unterzeichnen, der sie der SS- und Polizeigerichtsbarkeit unterstellte.
Um den Feuerschutz in der Gemeinde zu verbessern, kaufte die FF Markstetten 1951 von der FF Hohenfels eine Druckspritze mit Saugvorrichtung. Sie musste von 4 Mann bedient werden. Mit der neuen Spritze kam auch ein neuer Kommandant an die Reihe, Herr Johann Kleindienst aus Markstetten. Im Jahre 1953 beschloss die Gemeinde, für die FF ein Feuerwehrhaus mit Trockenturm zu errichten. Dieser Bau wurde am "Gansanger" noch im selben Jahr fertiggestellt. Bereits 1 Jahr später, 1954, wurde von der Gemeinde die 1.Motorspritze für die FF Markstetten erstanden; es war eine Tragkraftspritze TS6 zum Preis von DM 2.800. Um auch bei Feierlichkeiten repräsentativ auftreten zu können, und als Zeichen ihrer Zusammengehörigkeit, beschlossen die Mitglieder der FF Markstetten, unter Führung des damaligen Kommandanten Kleindienst im Jahre 1956 ihre 1. Fahne anzuschaffen (siehe Fotos). Sie wurde bei der Firma Koch für DM 1.180 erworben.

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